Universitätsbibliothek Salzburg

W III 58

GUILLELMUS DURANTI

IV.3.B.16. · Papier · 397 x 285 · Basel, Michael Wenssler, nicht nach 17.3.1476

Inhalt: Guillelmus Duranti: Rationale divinorum officiorum. Hain 6464, GW 9110. Auf fol. 1 befindet sich ein handschriftliches Register.

Ausstattung: Rote Auszeichnungsstriche, Unterstreichungen, Paragraphenzeichen, Zeigehände, Buchzählung am oberen Blattrand, Randnotizen; rote und blaue (Perl-)Lombarden. Rot-blaue Silhouetten- oder rosafarbene Deckfarbeninitialen zu Beginn des jeweiligen Buches (Beginn des vierten Buches mit Goldauflage, abgestoßen). 2ra blaue Perllombarde mit Federzeichnung von Ulrich Schreier im Binnengrund (siehe Abb. unten): männliche Büste, als Besatzornament ein zoomorphes Element; 3ra blaue Perllombarde mit Blattornamenten im Buchstabenkörper, im Binnengrund Blüte in Federzeichnung, Akanthusranken in Rosa, Blau und Grün. Spoliiert, zu Beginn des fünften Buches fehlt ein ganzes Blatt, Initiale zu Beginn des siebten Buches heraus geschnitten.

Einband: Spätgotischer Einband von Ulrich Schreier (Laurin, Gruppe I und II), um 1476. Braunes Leder über Holz mit Streicheisen und Einzelstempeln. VD und HD gleich (Abbildung unten). Streicheisenlinien bilden großes Mittelfeld und Rahmen. Das Mittelfeld wird durch Streicheisenlinien in Diagonalbänder eingeteilt, die mit fünfblättrigen Rosetten (Laurin I, Nr. 16) gefüllt sind, an den Kreuzungspunkten fünfblättrige Rosette (Laurin II, Nr. 2); Freifelder gefüllt mit Kopfstempeln (Laurin II, Nr. 1), im Zentrum gerahmte Rosette (Laurin I, Nr. 10), Blattadern. Rahmen gefüllt mit Laubstab (Laurin II, Nr. 5). Auf dem VD 2 Schließenbeschläge, auf dem HD 2 Schließen, die Beschläge verziert mit Blütenranke. Leder des R erneuert; R mit 4 Doppelbünden. Gelber Schnitt. Signakel.

Geschichte: Besitzervermerk (15. Jh.) auf 2r: Prosopopeyon. Si cupis inspector cuius sim, scito Ioannis Walgundsperger ego ductu appareoque magistri. Johannes Walgundsperger nennt sich auch als Besitzer der Wiegendrucke W II 61, der aus der Bibliothek der Bischöfe von Chiemsee stammt, W III 103 (möglicherweise aus Mülln) und W III 219 (Mülln). Da das Leder des R erneuert und alle alten Signaturen entfernt wurden, muss sich eine Zuordnung zur Bibliothek der Bischöfe von Chiemsee auf die Angaben bei E. Frisch, Handschriftenkatalog 1946, stützen.

 

 

Abbildungen:

WIII58vd.jpg (749738 Byte)

Vorderdeckel

WIII58(1).jpg (206631 Byte)

2ra

3r

Pars 8

       

 

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