Universitätsbibliothek Salzburg

W III 309

ASTESANUS DE AST

V.9.A.15. · Papier · 384 x 287 · Basel, Bernhard Richel und Michael Wenssler, nicht nach 1476

Inhalt: Astesanus de Ast: Summa de casibus conscientiae. Hain 1892, GW 2753.

Ausstattung: Rote Auszeichnungsstriche, Unterstreichungen, Buchzählung am oberen Blattrand, Paragraphenzeichen, Perllombarden. Zu Beginn des jeweiligen Buches Perllombarden in Rot, Rosa oder Grün mit Fleuronnèe in einer der Gegenfarben, z.T. mit für Schreier typischen Masken (siehe Abb. unten). Auf fol. [b1] (Beginn des Prologes) Deckfarbeninitiale V (Abbildung unten) von Ulrich Schreier: Buchstabenkörper rosa mit Blattornamenten und Maske, Binnengrund grün, in Rauten unterteilt, in den Freifeldern dunkelgrüne Blüten; Außengrund hellblau mit gelben Ornamenten, Rahmen hell- und dunkelblau.

Einband: Spätgotischer Einband von Ulrich Schreier (Laurin, Gruppe I und II), um 1476. Weißes Leder (abgestoßen) über Holz (an den Ecken beschädigt) mit Streicheisen und Einzelstempeln. VD: Streicheisenbündel unterteilen das große Mittelfeld in Diagonalbänder, auf den Kreuzungspunkten fünfblättrige Rosette (Laurin II, Nr. 2), umgeben von je 4 dreieckigen Palmetten (P. Wind, Die verzierten Einbände der Handschriften der Erzabtei St. Peter zu Salzburg. Wien 1982, Nr. 116); in den Freifeldern bilden Kopfstempel (Laurin II, Nr. 1) ein Blattmuster, im Zentrum jeweils eine gerahmte Rosette (Laurin I, Nr. 10), umgeben von dreieckigen Palmetten (Wind, Nr. 116); Blattadern. Auf dem VD fehlen die Eckbeschläge und der Mittelbeschlag, 2 mit einer Raute verzierte Schließenbeschläge erhalten. Auf das Leder des VD Titel mit Tinte geschrieben Volumina iuris civilia fratris Astesani (16. Jh.). HD (Abbildung unten) wie VD verziert, jedoch wurde die gerahmte Rosette durch die  fünfblättrige Rosette (Laurin II, Nr. 2) ersetzt. Von 2 Schließenbeschlägen nur mehr einer vorhanden, Schließenbänder fehlen. Ursprünglich ein Liber catenatus, Beschlag erhalten, Kette fehlt. Leder des R im 17. Jh. mit Papier überklebt, darunter Blattmuster durch Kopfstempel; R mit 3 Doppelbünden, am Kopf Titelschildchen des 17./18. Jh., am Schwanz alte Signatur des Klosters Mülln 287. Gelber Schnitt, Signakel.

Geschichte: Besitzervermerk des Augustiner-Eremitenklosters Mülln 1r am oberen Blattrand Conventus B.M.V. Salzburgensis in Mulln 1638.

 

 

Abbildungen:

WIII309hd.jpg (291110 Byte)

Hinterdeckel

WIII309(1).jpg (188015 Byte)

[b1]

WIII309(2).jpg (193498 Byte)

WIII309(3).jpg (65455 Byte)

 

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© Beatrix Koll, Mai 2004