Universitätsbibliothek Salzburg

W III 219

ASTESANUS DE AST

V.T.4.A.132. · Papier · 388 x 288 · Basel, Bernhard Richel und Michael Wenssler, nicht nach 1476

Inhalt: Astesanus de Ast: Summa de casibus conscientiae. Hain 1892, GW 2753.

Ausstattung: Rote Auszeichnungsstriche, Unterstreichungen, Buchzählung am oberen Blattrand; rote und blaue Paragraphenzeichen im Register, Perllombarden. Deckfarbeninitialen zu Beginn des jeweiligen Buches bzw. zu Beginn des Registers: Buchstabenkörper grün, blau oder rosa mit Blattornamenten, im Binnengrund z.T. florale Elemente (wenige mit Akanthusranken). Auf fol. [b1] (Beginn des Prologes) Deckfarbeninitiale V (Abbildung unten): Buchstabenkörper rosa mit Blattornamenten, Binnengrund hellblau, in Rauten unterteilt, dazwischen gelbe Blumen; eingeschrieben in ein blaues Quadrat mit goldenen Ornamenten. Akanthusranken in Rosa, Blau und Grün. Zu Beginn der Tabula und auf [b1] je eine grüne Initiale mit rotem Fleuronnée und für Schreier typischer Maske. Auf der letzten Seite ein Wappen (von Johannes Walgundsperger?) aufgemalt (Abbildung unten): Wappenschild längs geteilt, linkes Feld gelb, rechtes schwarz; davor eine schwarz-gelbe Kugel auf grünem Dreiberg.

Einband: Spätgotischer Einband von Ulrich Schreier (Laurin, Gruppe II), um 1476. Braunes Leder über Holz mit Streicheisen und Einzelstempeln. VD und HD gleich (Abbildung unten). Kopfstempel (Laurin II, Nr. 1), fünfblättrige Rosette (Laurin II, Nr. 2), sechsblättrige Rosette (Laurin II, Nr. 3), Laubstab (Laurin II, Nr. 5), Blattadern. Auf dem VD fehlen die Eckbeschläge und der Mittelbeschlag, auch die beiden originalen Schließenbeschläge sind nicht mehr erhalten, sondern wurden ersetzt durch spätere kleineren Formates (versehen mit den Initialen BI). Auf dem VD eine Spangenschließe (ebenfalls mit den Initialen BI versehen) von 2 erhalten. Ursprünglich ein Liber catenatus, Beschlag erhalten, Kette fehlt. Die Kette wurde erst für das Augustiner-Eremitenkloster Mülln angefertigt (vgl. die Einbände der Handschriften M I 34M II 133, M II 141). Leder des R im 17. Jh. durch Papier ersetzt; R mit 3 Doppelbünden, am Kopf Titelschildchen des 17./18. Jh., am Schwanz alte Signatur des Klosters Mülln (unleserlich).

Geschichte: Besitzervermerk (15. Jh.) auf 2r (Beginn der Tabula, unterer Blattrand): Si cupis inspector cuius sim, scito Ioannis Walgundsperger ego ductu appareoque magistri. Johannes Walgundsperger nennt sich auch als Besitzer der Wiegendrucke W II 61, der aus der Bibliothek der Bischöfe von Chiemsee stammt, W III 58 (Chiemsee) und W III 103 (möglicherweise aus Mülln). Am oberen Blattrand Besitzervermerk des Augustiner-Eremitenkloster Mülln Conventus B.M.V. Salzburgensis in Mulln 1638.

 

 

Abbildungen:

WIII219vd.jpg (653397 Byte)

Vorderdeckel

2r Besitzervermerk

WIII219ini.jpg (353653 Byte)

[b1]

WIII219wappen.jpg (33762 Byte)

Wappen

 

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