Universitätsbibliothek Salzburg
W III 156
GRATIANUS
IV.7.A.2. · Papier · 475 x 335 · Mainz, Peter Schöffer, 1472
Inhalt: Gratianus: Decretum (cum apparatu Bartholomaei Brixiensis). Hain 7885, GW 11353. Die ersten beiden Bll. fehlen, spoliiert.
Ausstattung: Rote Auszeichnungsstriche, Unterstreichungen; rote und blaue Paragraphenzeichen, (Perl-)Lombarden; am oberen Blattrand Kapitelangabe mit abwechselnd rot und grünen bzw. roten und blauen Buchstaben. Zu Beginn jeder Distinctio von der Hand Ulrich Schreiers eine rote oder blaue Perllombarde mit rotem, blauem oder grünem Fleuronnée, z.T. mit Masken und/oder floralen Elementen im Binnengrund. Sämtliche Deckfarbeninitialen bis auf vier heraus geschnitten (siehe Abbildungen unten).
Einband: Spätgotischer Einband von Ulrich Schreier (Laurin, Gruppe I und II), nach 1472. Braunes Leder über Holz mit Streicheisen und Einzelstempeln. VD und HD gleich (Abbildung unten). Streicheisenbänder bilden ein Rautenmuster, an den Kreuzungspunkten fünfblättrige Blume (Laurin I, Nr. 16), in den Freifeldern bilden Kopfstempel ein Blattmuster (Laurin II, Nr. 1), in der Mitte gerahmte Rosette (Laurin I, Nr. 10, darüber Nr. 16), Blattadern. Vier wuchtige Eckbeschläge und ein Mittelbeschlag mit der Aufschrift O sancta Maria; 2 mit einer Rosette verzierte Schließenbeschläge. Auf dem HD fehlen die Schließenbänder. Gelber Schnitt, unten mit Titel Decretum. R mit Kopfstempeln und Blattadern verziert, 5 Doppelbünde, oben Papierschildchen abgerissen, im unteren Drittel Bibliotheksaufkleber B.Ch., am Schwanz altes Signaturenschildchen (nicht mehr lesbar). Kapital und Schwanz umstochen.
Geschichte: Die Inkunabel stammt aus der Bibliothek der Bischöfe von Chiemsee.
Abbildungen:
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Hinterdeckel (untere Hälfte) |
Mittelbeschlag |
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© Beatrix Koll, April 2004