Universitätsbibliothek Salzburg

W III 141

CLEMENS V.

IV.6.D.39 · Papier · 410 x 283 · Basel, Michael Wenssler, 1476

Inhalt: Clemens V. papa: Constitutiones. Hain 5419, GW 7087.

Ausstattung: Rote Auszeichnungsstriche, Paragraphenzeichen, (Perl-)Lombarden; 1ra Silhouetteninitiale I mit Maske und Fleuronnée (Abbildung unten), die mit einiger Sicherheit Ulrich Schreier zugeschrieben werden kann.

Einband: Spätgotischer Einband, möglicherweise von Ulrich Schreier, um 1480. Braunes Leder (abgestoßen) über Holz mit Streicheisen und Einzelstempeln. VD und HD gleich (Abbildung unten). Dreifache Streicheisen bilden ein Mittelfeld und drei Rahmenfelder; im Mittelfeld bilden einfache Streicheisenlinien mit Flechtwerk gefüllte Diagonalbänder, die Freifelder gefüllt mit Rosettenstempeln. Der mittlere Rahmen ist gefüllt mit Flechtwerk, der äußere mit großen und kleinen Dreiblattstempeln. Bei den Bünden Dreiblattstempel. Die Stempel werden von K. Holter, Salzburg, Mondsee, Wilhering. Beiträge zur Geschichte des spätmittelalterlichen Bucheinbandes, S. 46, dem "Walgungsberger Meister" zugeschrieben, eine Zuordnung zu einer Schreier-Werkstätte IV scheint aber nicht unwahrscheinlich (vgl. Stempeltabellen, Gruppe IV). Auf dem VD ist von 2 mit einer 4blättrigen Rosette verzierten Schließenbeschlägen nur noch einer vorhanden, ein großer quadratischer Mittelbeschlag und 4 Eckbeschläge fehlen. Auf dem HD fehlen ebenfalls sämtlich Beschläge, 2 Schließenbeschläge (jeweils mit einer Doppelrosette verziert) erhalten, die Schließenbänder sind abgerissen. R mit gelbgrauer Ölfarbe überstrichen, mit kleinen und großen Dreiblattstempeln sowie Flechthaken verziert, am Schwanz mit alter Signatur der erzbischöflichen Hofbibliothek I.13.A. Vier Doppelbünde. Gelber Schnitt, unten mit Titel Clementine. Kapital und Schwanz mit Goldfäden umstochen.

Geschichte: Die Inkunabel stammt aus der erzbischöflichen Hofbibliothek (vgl. Signatur auf dem R).

 

 

Abbildungen:

WIII141vd.jpg (362380 Byte)

Vorderdeckel

WIII141(1).jpg (120198 Byte)

 

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© Universitätsbibliothek Salzburg, Mai 2004