Universitätsbibliothek Salzburg

W II 365

STATIUS · SILIUS ITALICUS

IV.4.H.91. · Papier · 303 x 210

Inhalt: Statius, Publius Papinius: Silvarum libri V cum comm. et alii. Venedig, Drucker des Cicero "De officiis" 1481-82. Copinger 5607. - Silius Italicus: Punica. Venedig, Baptista de Tortis 1483. Hain 14739.

Ausstattung: Nicht rubriziert.

Einband: Spätgotischer Einband, möglicherweise aus der Werkstatt Ulrich Schreiers, nach 1483. VD und HD gleich: Braunes Leder (stark abgestoßen, Lederfraß) über Holz mit Streicheisen und Einzelstempeln. Streicheisenlinien bilden oben und unten ein Freifeld, das mit Kopfstempeln gefüllt ist. Im großen Mittelfeld bilden Streicheisenlinien ein Andreaskreuz, auf den Diagonalbändern fünfblättrige Blüten (P. Wind, Die verzierten Einbände der Handschriften der Erzabtei St. Peter zu Salzburg bis 1600. Wien 1982, Nr. 141 = Salzburg II); in den Freifeldern Kopfstempel (ähnlich Wind, Nr. 11 = Salzburg II) und Blattadern, im Zentrum je eine fünfblättrige Rosette (Laurin, Lederschnittbände Nr. 5). Auf dem VD 2 mit einer achtblättrigen Rosette verzierte Schließenbeschläge. Auf VD und HD 4 Messingstehkanten, 1 Mittelbeschlag in Form einer vierblättrigen Blüte. Auf dem HD 2 Schließen mit Rosettenverzierung (wie VD). R mit 2 Doppelbünden, Leder mit Kopfstempeln, ursprünglich mit gelbgrauer Ölfarbe überstrichen, jetzt abgestoßen; alte Signatur der erzbischöflichen Hofbibliothek nicht mehr erkennbar. Gelber Schnitt.

Geschichte: Die Inkunabel stammt aus der erzbischöflichen Hofbibliothek. Der Einband weist Stempelmaterial auf, das in der Forschungsliteratur zwei verschiedenen Buchbinderwerkstätten zugeordnet wird: Ulrich Schreier und Salzburg II (nach Wind). Wieweit diese voneinander zu trennen sind bzw. ob das Stempelmaterial nicht ausschließlich der Werkstatt Schreiers zuzuweisen ist, muss noch geklärt werden.

Abbildung

Vorderdeckel

 

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© Universitätsbibliothek Salzburg, Mai 2004