Universitätsbibliothek Salzburg

W II 346

Aratos: Phainomena; Venedig, Aldus Manutius 1499

 

Der Weltraum - unendliche Weiten. Wir schreiben das dritte Jahrhundert vor Christus. Dies ist das Lehrgedicht des griechischen Dichters Aratos, das einen ungeheuren, bis heute nachwirkenden Erfolg verzeichnete ...

Aratos versuchte in seinen "Phainomena" die Kunde von den Sternen in einer Dichtung zu vermitteln. Dabei bediente er sich auch des Mythos zur Erklärung der Sternbilder. "Aquarius", das Sternbild des Wassermann, wird mit zwei Sagen in Verbindung gebracht: Ganymedes war der schönste aller Jünglinge und wurde daher von den Göttern erwählt, der Mundschenk des Zeus zu sein. Es wird berichtet, dass Zeus Ganymedes begehrte, sich in Adlerfedern kleidete und ihn entführte. Zeus setzte das Bild des Ganymedes als das Sternbild des Aquarius, des Wasserträgers, unter die Sterne. Ein anderer Mythos verbindet den Wassermann mit der Sage des Aristeus, der von Zeus erflehte, die schädlichen Auswirkungen des Sirius durch die 40tägigen Etesien (trockene nördliche Winde) abzuwenden. Wegen seiner Verdienste sei er von den Göttern zum Sternbild gemacht worden.

Der Sirius wiederum ist der Hund des Jägers Orion, der nach Aratos die Jagdgöttin Diana verspottete und durch einen von ihr geschickten Skorpion getötet wurde. Danach sei er in ein Sternbild verwandelt worden.

 

Abbildungen:


 

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Anordnung der Sternbilder Cassiopeia Aquarius Orion Centaurus

 

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