Universitätsbibliothek Salzburg

W I 167/3

Ulricus Molitoris: De lamiis et phitonicis mulieribus; Reutlingen, J. Otmar, um 1489

Molitoris' berühmtestes Werk ist der "Tractatus de lamiis [auch: laniis] et phitonicis mulieribus" (Hexenbüchlein), das er zu Beginn des Jahres 1489 beendete.  Molitoris bezieht den Hexenbegriff nur auf das weibliche Geschlecht. Zwar lehnte Molitoris unter Folter erzwungene Geständnisse als Beweismittel ab, doch akzeptierte er das Teufelsbündnertum als theologischen Nachweis und wertete Hexen als von Gott abgefallene Ketzerinnen.

Bild Nr. 1 illustriert die Vorstellung, dass sich Menschen nach dem Genuss von Hexentränken in Tiergestalten verwandeln. Bild Nr. 2 zeigt den Teufel, der Menschengestalt angenommen hat und sich einer Frau sexuell nähert. Bild Nr. 3 gibt einen Einblick in die Hexenküche, das Gebräu sollte Dämonen herbei rufen. Auf Bild Nr. 4 ist ein Hexenmahl dargestellt, Molitoris diskutiert auch die mögliche Fähigkeit der Bilokation von Hexen.

 Abbildungen: 


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Flug des Teufels und zweier Hexen in Tiergestalt Verführung durch den Teufel Hexenküche Hexenmahl

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