Universitätsbibliothek Salzburg

M II 330

HENRICUS TOTTING DE OYTA

V.4.F.137. · Papier · 253 Bl. · (303-306) x (210-213) · Salzburg (?), 1461

B: Papier an den Rändern etwas gebräunt, fol. 157 mit braunen Flecken, letztes Bl. mit ausgeprägter Quetschfalte; Bl. 244 eingeklebt. Wasserzeichen: Dreiberg mit einkonturiger Stange und Kreuz, Turm mit einkonturiger Stange und Blume. Lagen: (II-3) + (VI-1)11 + V21 + 2.VI45 + V55 + VI67 + V77 + 8.VI173 + V183 + 5.VI243 + V253. Erstes Bl. als Spiegel auf VD geklebt, vor fol. 2 ein Blatt mit Textverlust herausgeschnitten. Reklamanten. Moderne Blattzählung. Pergamentfälze mit Urkundenfragment. Vorne als Talon ein schmaler Pergamentstreifen eingebunden, vermutlich ein Urkundenfragment; hinten ein schmaler Pergamentstreifen mit Resten einer Textualis.

S: Schriftraum zweispaltig: (220-223) x (140-143), 39 Zeilen auf Griffellinierung, Schriftraum mit Griffel gerahmt. Bastarda aus 1461 von 2 Händen, Datierung 129ra: 1) 2ra-90ra, 139ra-250va. 2) 90ra-129ra.

A: Rote Überschriften, Auszeichnungsstriche, Unterstreichungen, Buchzählung am oberen Blattrand; meist 3zeilige rote und blaue (Perl-)Lombarden im Wechsel. 139ra blaue Perllombarde C über 3 Zeilen mit rotem Maiglöckchenfleuronnée.

E: Spätgotischer Einband: Rosafarbenes Leder (leichter Wurmfraß, stark abgestoßen, am HD Leder aufgerissen) über Holz mit Streicheisenverzierung. VD und HD gleich: Doppelte Streicheisenlinien bild Rahmen, dreifache ein Andreaskreuz; am VD 2 ziselierte Schließenbeschläge, jeweils mit dem Beginn der Devise ON (o nous) von Bischof Bernhard von Kraiburg; der Rest befand sich auf den beiden Riemenschließen, die jetzt abgerissen sind. Am HD 2 Schließenbeschläge, jeweils mit einer 4blättrigen Rosette verziert. R mit 4 Doppelbünden, im unteren Drittel Bibliotheksaufkleber der Chiemseer Bibliothek, darunter alte Signatur 31. Gelber, oben stark nachgedunkelter Schnitt, oberer Schnitt mit Beschriftung Lectura super sentencias. Abklatsch einer Pergamenthandschrift auf dem Spiegel des HD. Einband eng verwandt mit M II 339.

G: Die Handschrift stammt aus dem Besitz des Bischofs von Chiemsee, Bernhard von Kraiburg (1467-1477), vgl. Schließenbeschläge auf dem VD. Auf den Spiegel des VD alte Signatur V.4.F.137 geschrieben.

L: Paul Ruf, Eine altbayerische Gelehrtenbibliothek des 15. Jahrhunderts und ihr Stifter Bernhard von Kraiburg, in: Festschrift Eugen Stollreither zum 75. Geburtstag gewidmet. Herausgegeben von Fritz Redenbacher. Erlangen 1950, 219-239.

 

(Spiegel-VD) Alte Signatur V.4.F.137.

(1r-1v) unbeschrieben.

 

(2ra-250va) HENRICUS TOTTING DE OYTA: Lectura textualis super sententias Petri Lombardi (F. Stegmüller, Repertorium Commentariorum in sententias Petri Lombardi. Würzburg 1947, Nr. 334), Anfang fehlt.

(2ra-83ra) Teil 1. Inc.mut.: ... carnali. Caro enim ... (4ra) Inc.: Veternis ac nove legis etc. Hic incipit tractatus qui dividitur in quattuor ... (83rb) unbeschrieben. (83va-129ra) Teil 2. Sch.: Finitus est liber 2 sentenciarum in vigilia ascensionis domini anno 1461°. (129rb-138vb) unbeschrieben. (139ra-190rb) Teil 3. (190va-250va) Teil 4. Expl.: ... finis ad quem omnia ordinantur etc. Sch.: Et sic est finis. (250va-253vb) unbeschrieben.

 

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