Universitätsbibliothek Salzburg

M II 185

NICOLAUS DE TUDESCHIS

V.2.G.86. · Papier · 287 Bl. · (289-292) x (212-215) · Oberitalien, um 1443

B: Papier besonders an den Blatträndern stockfleckig. Wasserzeichen: Waage im Kreis, Dreiberg im Kreis, Amboss mit Kreuz (Piccard IX: IV, Nr. 1117 = S. Daniele, Udine 1443). Lagen: (VII-1)13 + 23.VI288; Reklamanten. Zeitgleiche Foliierung i-95, fehlerhaft: springt von 46 auf 65. Neue Blattzählung, zählt auch den Spiegel des HD. Die letzten beiden Bll. als Spiegel aufgeklebt.

S: Schriftraum zweispaltig: (198-206) x (144-152); Schriftraum mit Silberstift und Tinte gerahmt. 40-49 Zeilen. Italienische Bastarda aus dem 4. Jahrzehnt des 15. Jh. von einer (?) Hand. Cadellen auf 152vb, 153rb, 214va.

A: Rote Überschriften, Auszeichnungsstriche, Unterstreichungen, Paragraphenzeichen, Foliierung, Randglossen (bis 9v), 2-3zeilige (Perl-)Lombarden; blaue Paragraphenzeichen, meist 2zeilige (Perl-)Lombarden (bis 62rb). Bis 62r rote und blaue (Perl-)Lombarden mit flüchtigem Fleuronnée, meist in der Gegenfarbe. 42rb blaue Perllombarde mit rotem Fleuronnée und 2 kleinen Masken. 79va-252vb Platz für Initialen ausgespart, 82va-252vb nur mehr auf wenigen Blättern rubriziert.

E: Spätgotischer Einband: Blaugrünes Rauleder (zerrissen, abgestoßen) über Holz. VD und HD gleich: Doppelte Streicheisenlinien bilden ein Rahmenfeld, dreifache ein Andreaskreuz. Je 5 Buckel erhalten. Auf dem VD oben zwei Pergamentblätter, auf dem ersten alte Signatur 59, auf dem zweiten Titel in Textura: Lectura magistri Nicolai de Siculis super quinto decretalium. Am VD 2 Schließenbeschläge, am HD 2 Schließenbeschläge in Rosettenform, die untere Schließe abgerissen. Liber catenatus, Beschlag erhalten, Kette fehlt. R mit 4 Doppelbünden, dazwischen insgesamt 5 einzelne Bünde; mit gelbgrauer Ölfarbe überstrichen, am Schwanz alte Signatur der erzbischöflichen Hofbibliothek H. 171. B.A.S. Ursprünglich war auf dem Spiegel des HD ein Pergamentfragment aufgeklebt, das bei der Restaurierung abgelöst und unter der Signatur M II 385 neu aufgestellt wurde.

G: Die Handschrift stammt aus der erzbischöflichen Hofbibliothek, vgl. alte Signatur auf dem R. Unsicher ist, ob der Codex vorher im Salzburger Domstift aufbewahrt wurde. Einen Hinweis darauf geben der Kettenbeschlag und die mit roter Tinte geschriebene Signatur auf dem VD. Einen sehr ähnlichen Einband besitzt M II 49, ebenfalls ein Liber catenatus.

 

 

(1r) Alte Signatur der Studienbibliothek Salzburg V.2.G.86.

(1v) unbeschrieben.

 

(2ra-252vb) NICOLAUS DE TUDESCHIS: Lectura in librum V. Decretalium (Johann Friedrich Schulte, Die Geschichte der Quellen und Literatur des Canonischen Rechts, 1956, Bd. 2, S. 313).

Inc.: Rubrica hec de accusationibus inquisitis et denuncciacionibus continuatur duobus modis ... Si legittimus. Casus de persona accusatoris prius querendum est in iudicio vel aliter et sic ... Expl.: ... debet obedire prelato ad quam obedienciam Christus nos inducat. Amen. Sch.: Expliciunt recollecte egregii et famosissimi decretorum doctoris domini Nicolai de Sicilia.

(253ra-287vb) unbeschrieben.

 

(Spiegel-HD) siehe Sigle E.

 

 

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