Universitätsbibliothek Salzburg

M III 54

NICOLAUS PANORMITANUS DE TUDESCHIS

V.2.A.6 · Papier · 262 Bl. · (430-434) x 294 · Oberitalien, 1. Drittel 15. Jh.

B: Buchblock schwer beschädigt, die ersten 39 Bll. fehlen ganz, von ff. 40-45 und 299-300 Textverlust am unteren Rand durch Wasserschäden (möglicherweise zuerst Brandschaden). Wasserzeichen: Dreiberg mit einkonturiger Stange und Kreuz, Drache. Lagen: 16.V199 + IV207 + 8.V286 + VII300; Lagen a-h fehlen; Lagenzählung i1, i2, i3 ... - o1, o2, q1 ...- x5, aa1 ... - ee5 jeweils auf den ersten Lagenblättern, ab f. 218 nur jeweils die erste Lagenhälfte 1-5 durchgezählt. Reklamanten. Neue Blattzählung, beginnt bei f.40, fehlerhaft: lässt nach f.240 ein Blatt in der Zählung aus..

S: Schriftraum zweispaltig, Schriftraum (256-258) x (174-176), 58-62 Zeilen auf Stiftlinierung. Italienische Bastarda aus dem 1. Drittel des 15. Jh. von 2 Händen: 1) 40ra-214ra. 2) Formierte Bastarda des Schreibers Guilhelmus von 214ra-300va. E. Frisch (Der Rubrikator Johannes Falkenstein, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 64 (1950), S.352-355) konnte auf 300va offenbar den Namen des Schreibers noch erkennen, heute ist dies durch massiven Textverlust nicht mehr möglich. Vgl. auch Tietze (s.u.), S. 72, Nr. 84).

A: Abwechselnd rote und blaue Paragraphen und Lombarden (mit vertikalen Zierstrichen in der Gegenfarbe). 54vb, 61ra, 72va, 80va, 87vb, 105ra, 127va, 130va, 142rb, 145ra, 178ra, 190va, 198ra, 205ra, 210ra, 212vb, 238vb, 248va, 253ra, 253va, 255vb, 257ra und 257va Deckfarbeninitialen: Buchstabenkörper rosa mit weißen Zierlinien, Binnengrund blau mit Weißmalerei, im Binnengrund und als Initialfortsätze lappige Blattformen in Grün und Rot mit weißen Zierlinien. Außengrund in poliertem Gold mit schwarzem Rahmen (vgl. M III 53). Codex spoliiert, restliche Initialen heraus geschnitten.

E: Schmuckloser Halbledereinband aus 1923: Hellbraunes Leder über Pappe. R mit 4 Doppelbünden. Unterer Schnitt mit Titel. Ursprünglich Leder über Holz, beide Holzdeckel waren gebrochen, auf dem HD war die Bruchstelle mit einem Messingplättchen mit der Aufschrift yhs geflickt.

G: Wasserzeichen, Ausführung der einfachen Initialen und der Deckfarbeninitialen sind vergleichbar mit der Handschrift M III 53, die zwischen 1408 und 1423 entstanden ist (vgl. die Anmerkungen in Sigle G von M III 53), in diesem Zeitraum ist auch die Produktion von M III 28, M III 59 und M III 61 anzunehmen, die vermutlich im gleichen Skriptorium geschrieben wurden.

L: Hans Tietze, Die illuminierten Handschriften in Salzburg (Beschreibendes Verzeichnis der illuminierten Handschriften in Österreich 2 = Publikationen des Institutes für Österreichische Geschichtsforschung). Leipzig 1905, 72 Nr. 84.

 

 

Fol. 1-39 fehlen.

 

(40ra-300va) NICOLAUS PANORMITANUS DE TUDESCHIS: Lectura super V libris Decretalium (Drucke: Hain 12308ff.), fragm.

Beginnt bei Tit. Ne sede vacante des dritten Buches. 107v unbeschrieben (kein Textverlust), Notiz Hic nichil deficit nisi aurum etc.

 

 

 

Abbildungen: 


 

190va und 212vb: Deckfarbeninitialen mit Blattgold.

 

 

MIII54(1).jpg (91540 Byte)

190va

MIII54(2).jpg (146607 Byte)

212vb

 

 

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(C) Universitätsbibliothek Salzburg, Dezember 2002