Universitätsbibliothek Salzburg

M III 14

LECTURA SUPER DIGESTO VETERE

V.1.A.14. · Papier · 263 Bl. · (395-405) x (282-295) · Bayern (?), 1472 (?)

B: Wasserschäden am oberen Blattrand, Papier der letzten vier Blätter unten zerrissen. Wasserzeichen: Blume (auch in M III 15 und M III 30). Lagen: 8.V80 + (V-5)85 + 2.V105 + VII119 + 10.V219 + (III-3)222 + 2.V242 + (III-3)245 + V255 + IV263; nach E. Frisch (Handschriftenkatalog 1946) fehlten ursprünglich am Anfang und Ende zahlreiche Blätter, durch die 1922 vorgenommene Restaurierung ist der ehemalige Zustand nicht mehr erkennbar. Lagenzählung 1 - 27, jeweils am Lagenende. Reklamanten. Neue Foliierung.

S: Schriftraum zweispaltig: (268-273) x (170-175), Schriftraum mit Stift gerahmt, Zeilenzahl wechselt. Bastarda aus dem 3. Drittel des 15. Jh. von 2 Händen: 1) 1ra-7rb, 7vb-9rb, 9va-27rb, 29vb-91vb, 92rb-110rb, 112va-160vb, 163va-263rb, mit ausgesprochen kursivem Duktus. Datierung (?) 59ra: ... hic nihil deest sed dormivi feria sexta ante purificacionem qua die misisti litteras ad germanos etc. anno lxxii. 2) 7rb-7vb, 9va-9vb, 27rb-29va, 91vb-92rb, 111ra-112va, 160vb-163va. Marginalien von den gleichen Händen. Beide Hände schrieben auch in M III 15 und M III 30 (datiert 1471).

A: Nicht rubriziert.

E: Spätgotischer Einband (15. Jh.), 1922 restauriert: Braunes Leder (abgestoßen und zerrissen) über Holz mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln (zum Teil abgerieben). VD: Doppelte Streicheisenlinien bilden ein äußeres Rahmenfeld, darin ein Rautenmuster, in den Binnenfeldern Einzelstempel (Palmette; rautenförmiger gerahmter Stempel mit floralem Motiv). Im Mittelfeld bilden doppelte Streicheisenlinien ein Rautenmuster, in den Binnenfeldern die genannten Einzelstempel. 2 Schließenbeschläge. HD: Doppelte Streicheisenlinien bilden ein Rautenmuster, in den Binnenfeldern Einzelstempel (wie VD, zusätzlich gerahmte 5blättrige Rosette). 2 Schließenbeschläge, Schließenbänder abgerissen. Stehkanten abgeschrägt. R mit 5 Doppelbünden; Leder komplett erneuert. Im unteren Drittel Schildchen der Chiemseer Bibliothek B.Ch. Unterer Schnitt mit Titel Lec[...] prime partis ff. ve. 56 (?).

G: Die Handschrift stammt aus der Bibliothek der Bischöfe von Chiemsee. Alte Signatur auf fol. 1ra V.1.A.14. Vielleicht bezieht sich die auf den unteren Schnitt geschriebene Zahl 56 auf die Bandzählung innerhalb der Chiemseer Bibliothek, auf dem VD der Handschrift M III 15 ist die Zahl sexagesimus secundus (62.), bei M III 30 sexagesimus primus (61.) und bei M III 37 trigesimus quartus vermerkt. - Wo die Handschriften M III 14, M III 15 und M III 30 in den Jahren 1471-1472 geschrieben wurden, ist nicht restlos zu klären: Alle drei weisen den Charakter von Vorlesungsmitschriften auf, in M III 30 ist auf 86ra ein Ambrosius preceptor genannt; die Codices sind also wohl im universitären Umfeld anzusiedeln. Die in M III 30 auf fol. 96rb genannte Universität Ingolstadt kommt als Entstehungsort nicht in Frage, da sie erst 1472 gegründet wurde. Das Stempelmaterial des Einbandes von M III 30 weist nach Freising.

L: Gero Dolezalek, Verzeichnis der Handschriften zum römischen Recht bis 1600. 4 Bde. Frankfurt am Main 1972.

 

 

(1ra-263rb) AMBROSIUS (?): Lectura super Digesto vetere.

Titulus fehlt. Inc.: Per que iura ut refert et sequitur Alb. d(e) l(ege) ... (44ra) Lib. II: Inc.: Dividitur in duas partes. In prima ponitur dictum, in secunda cuius declaracio ... Expl.: ... aut postquam et erit secus.

24vb, 60rb-60vb, 62ra-62vb, 95vb,  98rb, 110va-110vb, 115va-116ra, 125vb-126ra, 222vb, 245va-245vb unbeschrieben.

Die Autorzuweisung ist sehr vage und beruht auf einer Notiz des Schreibers in M III 30 auf fol. 86r.: ... sequitur nunc utilis titulus quem incepit dominus Ambrosius praeceptor meus ... anno lxxi°.

(263va-263vb) unbeschrieben.

 

 

 

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© Beatrix Koll, Februar 2003