Universitätsbibliothek Salzburg

M III 126

BARTOLUS DE SAXOFERRATO

V.4.A.43. · Papier · 216 Bl. · 420 x 295 · Oberitalien (?), 1. Hälfte 15. Jh.

B: Leichter Wasserschaden an den Blatträndern, letztes Bl. mit neuem Papier verstärkt. Wasserzeichen: Drache (3), Dreiberg mit einkonturiger Stange und Kreuz (2). Lagen: 27.VI324 + (IV-4)328; Reklamanten. Neue Foliierung. Vor- und Nachsatzblatt (= ehemals Spiegel) aus Pergament. Pergamentfälze mit hebräischen Schriftzeichen.

S: Schriftraum zweispaltig: (280-292) x (174-187), Schriftraum mit Stift gerahmt, 48-65 Zeilen. Bastarda aus der ersten Hälfte des 15. Jh. von 3 Händen: 1) 1ra-89vb. 2) 89vb-87vb. 3) 97vb-216vb. Etwa zeitgleiche Randglossen.

A: 1ra-28v rote Auszeichnungsstriche, Unterstreichungen, Paragraphen, Überschriften, (Perl-)Lombarden, ab 29r zusätzlich blaue (Perl-)Lombarden. 1ra Platz für Miniatur ausgespart. 14r am unteren Blattrand das Wappen des Bischofs Bernhard von Kraiburg.

E: Spätgotischer Einband des 15. Jh. mit Streicheisenverzierung, vermutlich in einer Salzburger Werkstätte angefertigt: Blau gefärbtes Leder über Holz (Anobienfraß). VD und HD gleich: Doppelte Streicheisenlinien bilden Rahmen und Diagonalen. VD mit 2 verzierten Schließenbeschlägen, am HD von 2 Schließen eine abgerissen. Obere und untere Stehkante mit Nägeln beschlagen. R mit 5 Doppelbünden. Am Kopf Titelschildchen abgerissen, im unteren Drittel Schildchen der Chiemseer Bibliothek B.Ch., am Schwanz Signaturschildchen mit alter Chiemseer Signatur nur mehr in Resten erhalten. Am oberen Schnitt Titel Prima pars Bar. super ff. novo. Auf VD und HD Pergamentmakulatur mit hebräischem Text, Klebeseite abgelöst.

G: Die Handschrift stammt aus der Bibliothek der Bischöfe von Chiemsee und war im Besitz des Bischofs Bernhard von Kraiburg (vgl. Wappen auf 14r).

L: Paul Ruf, Eine altbayerische Gelehrtenbibliothek des 15. Jahrhunderts und ihr Stifter Bernhard von Kraiburg, in: Festschrift Eugen Stollreither zum 75. Geburtstag gewidmet. Herausgegeben von Fritz Redenbacher. Erlangen 1950, 219-239. - Gero Dolezalek, Verzeichnis der Handschriften zum römischen Recht bis 1600. 4 Bde. Frankfurt am Main 1972. - Arthur Zacharias Schwarz–David Samuel Loewinger–Ernst Roth, Die Hebräischen Handschriften in Österreich (außerhalb der Nationalbibliothek in Wien). Teil II A und B (American Academy for Jewish Research. Texts and Studies 4). New York 1973, 96 Nr. 94 u. 97 Nr. 99.

 

 

(VD-/HD-Spiegel) HEBRÄISCHE TEXTFRAGMENTE, 14. Jh. - Beschnittene Doppelblätter, beidseitig beschrieben; ursprünglich aufgeklebt, Verklebung gelöst. VD: Ritualien, HD: Berakhoth. Unvokalisiert.

 

(Vorsatzblatt) PAPSTBULLE, Fragm. - Blatt oben und auf der linken Seite beschnitten (Textverlust); Urkundenminuskel des 14. Jh.

 

(1ra-216vb) BARTOLUS DE SAXOFERRATO: Lectura super prima parte Digesti novi (Zur Kollationierung verwendet: GW 3546).

Inc.: [Domini ut scitis hic non est caput] tocius compilacionis ideoque in principiis aliorum librorum ... Expl..: ... ob casum. Bartolus doc. Sch.: Explicit prima pars lecture domini Bartoli super ff. novo. Deo gracias.

Text endet nach der Rubrica De actionibus et oblicationibus des Druckes.

 

 

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© Universitätsbibliothek Salzburg, Februar 2003