Universitätsbibliothek Salzburg

M III 12

Missale Dioecesis Salisburgensis

Pergament · 245 Bl. · 389 x 280 · Augsburg, 1476

Auftraggeber war Georg II. Überacker, Bischof von Graz-Seckau, im Jahr 1476: Anno domini millesimo quadringentesimo septuagesimo sexto vicesima quarta die mensis Octobris Reverendus in Christo pater et dominus dominus Georgius episcopus Seccoviensis genere Ueberaecker comparavit hunc presentem missalem librum in remedium et salutem anime sue (Vorsatzblatt, recto). - Kalendarium der Salzburger Diözese. Die Miniaturen sind wohl eine Augsburger Arbeit. Der mit Einzelstempeln geschmückte Einband ist der Augsburger Buchbinderwerkstatt (I. Schunke: Die Schwenke-Sammlung gotischer Stempel- und Einbanddurchreibungen. Berlin 1979. Evangelisten-Symbole Nr. 24; Granatapfel Nr. 136) von Paul Wolf (Schunke 2, S. 14) zuzuschreiben, aus der gleichen Werkstatt stammt der Einband der Handschrift MS 74 der Universitätsbibliothek Graz.

 

Abbildungen: 

 

8ra: Historisierte Initiale A mit Rankenwerk. Stigmatisierter Christus auf dem Regenbogen, mit Schwert und Lilie.

17va: Historisierte Initiale zu Christi Geburt.

93rb: Historisierte Initiale R zum Osterfest: Christus entsteigt dem Grab.

105rb: Historisierte Initiale V zu Christi Auferstehung.

108rb: Historisierte Initiale S zum Pfingstfest.

119v: Kanonbild.

124v: Medaillon: Schweißtuch mit dem Antlitz Christi.

127ra: Historisierte Initiale D zur Oktav nach Pfingsten: Christus mit Dornenkrone im Grab.

160vb: Historisierte Initiale S zum Fest des hl. Silvester.

214rb: Historisierte Initiale E: Apostel Petrus mit Schlüssel.

 

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Beatrix Koll, April 2002