Universitätsbibliothek Salzburg

M II 90

MISSALE FESTIVUM

V.1.G.110. · Pergament · 39 Bl. · (279-282) x 230 · Salzburg, 1. Drittel 15. Jh.

B: Pergament guter Qualität, einige Gebrauchsspuren. Von fol. 32 am unteren Blattrand ein Stück weg geschnitten (Textverlust). Erste Lage gelockert. Lagen: (I-I)1+ 2.IV17 +  (V-2)25 + (IV-2)31 + (V-2)39; Textverlust nach fol. 25 und fol. 31. Reklamanten großteils abgeschnitten. Neue Foliierung. Papierspiegel, darunter Pergamentmakulatur.

S: Schriftraum einspaltig: 205 x (149-155), Schriftraumbegrenzung und Zeilenlinierung mit roter Tinte. 26 Zeilen auf Tintenlinierung. Punktorium. Textura aus dem 1. Drittel des 15. Jh. von 1 Hand. Nachträge des 15. Jh. von 3 Händen auf 1r, 25v, 38r-39v.

A: Rote Überschriften, Auszeichnungsstriche, Zeilenlinierung, Schriftraumbegrenzung; rote und blaue Satzmajuskeln, Kreuzzeichen im Kanon. Deckfarbeninitialen auf : Buchstabenkörper blau, grün oder rosa mit Blattornamenten, eingeschrieben in ein Quadrat, Außengrund aus poliertem Gold mit schwarzem Rahmen, Binnengrund grün, blau oder rosa mit goldenen Ornamenten; vom Buchstabenkörper aus Akanthusranken in Grün, Rosa und Blau mit aufgetropften Goldpunkten; auf 2r eine Kohlmeise (siehe Abb. unten),  5v ein Stieglitz (siehe Abb. unten) und 26r ein Gimpel. Nach 25v Kanonbild herausgeschnitten. 26r Te-igitur-Initiale über 6 Zeilen (siehe Abb. unten): Buchstabenkörper blau mit Blattornamenten, Binnengrund grün mit goldenen Ornamenten, Akanthusranken in Grün, Rosa und Blau, auf einer Ranke ein Gimpel. 29v an Stelle des Schweißtuches Deckfarbenminiatur (59 x 39) des Gekreuzigten (siehe Abb. unten).

E: Spätgotischer Einband: Braunes Leder (abgestoßen) über Holz mit Streicheisenverzierung. VD und HD gleich: Dreifache Streicheisenlinien bilden Rahmen und im Mittelfeld ein Rautenmuster. Auf dem VD 2 Schließenbeschläge, auf dem HD von 2 Spangenschließen eine defekt. Je 5 Buckel. R mit gelbgrauer Ölfarbe überstrichen, am Schwanz alte Signatur der erzbischöflichen Hofbibliothek (unleserlich), R mit 3 Doppelbünden.

G: Die Handschrift stammt aus der erzbischöflichen Hofbibliothek (vgl. Signatur auf dem R).

L: Hans Tietze, Die illuminierten Handschriften in Salzburg (Beschreibendes Verzeichnis der illuminierten Handschriften in Österreich 2 = Publikationen des Institutes für Österreichische Geschichtsforschung). Leipzig 1905, 64 Nr.65.

 

 

(Spiegel-VD) Alte Signaturen N.11, 31, V.1.G.110.

 

(1r) BENEDICTIO SALIS ET AQUAE DOMINICIS DIEBUS (Nachtrag des 15.Jh.). - Darüber alte Signaturen III.3.F., 370, V.1.G.110.

(1v) unbeschrieben.

 

(2r-20v) OFFICIA MISSAE DE BMV.

(2r) Conceptio BMV. (3v) Purificatio BMV. (5v) Annuntiatio BMV. (7v) Visitatio BMV. (11r) Assumptio BMV. (13r) Nativitas BMV. (13v-20v) Marienoffizien von Advent bis Trinitas.

 

(20v-22v) COLLECTAE.

Pro omni gradu ecclesie, pro pace, pro seipso, pro infirmo, pro peccatis, pro salute vivorum, pro vivis et defunctis.

 

(22v-23v) GLORIA in zwei Versionen, CREDO.

 

(24r-24v) OBLATIONSGEBETE.

 

(24v-25v) AETERNE DEUS, zwei PRAEFATIONEN, davon die zweite de s. trinitate etwas jüngerer Nachtrag.

Kanonbild herausgeschnitten.

 

(26r-31r) KANON.

(26r-28v) Te igitur bis Doxologie. (28r-29v) Pater noster, Libera, Pax domini. (29v-30r) Mischungsformel Fiat haec commixtio. Friedenskussformel. (30r-31r) Gebete zur Perceptio corporis et sanguinis. (31r) Kommunionsgebet.

 

(31r-32r) MISSA PRO DEFUNCTIS, unvollständig, nach 31v Textverlust.

 

(32r-35v) COLLECTAE.

Pro papa vel episcopo defuncto, pro sacerdote, pro sacerdotibus, in deposicione defuncti, in anniversario defunctorum, pro femina defuncta, pro defunctis, pro fratribus nostre congregacionis, pro in cimiterio sepulto, pro elemosinariis, pro patre et matre, generalis.

 

(35v-38r) LECTIONES.

 

(38r-38v) MISSA DE S. TRINITATE (Nachtrag des 15. Jh.).

 

(39r) MISSA DE PATRONIS ECCLESIAE SALZBURGENSIS (Nachtrag des 15. Jh.).

 

(39v) JOHANNISWEINWEIHE (Nachtrag des 15. Jh.).

 

 

Abbildungen:


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2r

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5v

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26r

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29v

 

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© Universitätsbibliothek Salzburg, März 2004

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