Universitätsbibliothek Salzburg

[W II 76] M II 367

IOHANNES HEROLD

V.8.E.62. · Papier · 105 Bl. · (290-294) x (214-217) · Mitteldeutschland (?), 3. Drittel 15. Jh.

B: Wasserzeichen: Waage im Kreis mit Stern. Lagen: 8.VI96 + (V-1)105; Reklamanten. Neue Blattzählung.

S: Schriftraum zweispaltig: (218-221) x (152-153), Schriftraum mit Tinte gerahmt; 48-58 Zeilen; Bastarda aus dem 3. Drittel des 15. Jh. von 1 Hand.

A: Rote Auszeichnungsstriche, Paragraphenzeichen, Unterstreichungen, Kapitelzählung am oberen Blattrand, 2-5zeilige Perllombarden. Der Rubrikator der Handschrift fertigte auch die Rubrizierungen der vorgebundenen Inkunabel an.

E: Zeitgleicher spätgotischer Einband: Ursprünglich weißes Leder (nachgedunkelt) über Holz mit Einzelstempelverzierung. VD (Abbildung): Doppelte Streicheisenlinien bilden ein Rahmenfeld und ein großes Mittelfeld mit Andreaskreuz (rot und grün gefärbt); oben und unten an das Mittelfeld angrenzend je ein weiteres Freifeld. Rahmenfeld oben und unten gefüllt mit 6zackigem Stern (grün gefärbt), an den Seiten mit 6zackigem Stern und Eichel; Freifelder unter- bzw. oberhalb des Mittelfeldes mit Winkelhakenstempeln gefüllt; Freifelder des Mittelfeldes gefüllt mit je einem gerahmten rautenförmigen Stempel mit Lilie (rot und grün gefärbt) und je 6 Kopfstempeln (schwarz gefärbt); am Kreuzungspunkt der Streicheisenlinien vier 6zackige Sterne (grün gefärbt). Oben Pergamentschildchen mit Titel (16. Jh.), Titelbeschriftung des 15. Jh. überklebt. 2 Schließenbeschläge. HD: Anordnung der Streicheisenlinien und des Stempelmaterials (ohne Färbung) weitgehend wie beim VD, jedoch mit folgenden Abweichungen: dichtere Anordnung der 6zackigen Sterne im äußeren Rahmenfeld sowie der Kopfstempel im Mittelfeld, am Kreuzungspunkte der Streicheisenlinien gerahmter rautenförmiger Stempel mit Lilie. Von 2 Schließenbeschlägen einer erhalten, beide Bänder abgerissen. R mit 4 Doppelbünden, am Kopf Reste eines Titelschildchens aus Papier (18. Jh.?). Unten Schnitt blaugrün gefärbt.

G: Herkunft unbekannt. Den einzigen Hinweis, aus welcher Sammlung dieser Codex stammen könnte, liefert der blaugrüne Schnitt, der an zwei weiteren Handschriften festgestellt werden konnte, die beide aus dem Besitz von Christoph Besold an die Universitätsbibliothek gelangten. Bei der ersten Handschrift handelt es sich um den Codex M I 137 (Hartmann von Aue, Freidank), die zweite Handschrift enthält das von Besolds eigener Hand geschriebene Verzeichnis seiner Bücher (M II 366, 17. Jh.).

L: Vgl. in der Bibliographie zu österreichischen Handschriften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

 

 

(Spiegel-VD) Titel (16. Jh.) Manuscripta sunt posteriora: Promptuarium exemplorum Discipuli secundum ordinem alphabeti, Promptuarium Discipuli de miraculis B.V. Marie. Alte Signaturen F.V.b., V.8.E.62(2), V.E.18, 45, Nr. 1192.

 

Der Handschrift vorgebunden ist eine Inkunabel (Signatur: W II 76): ALBERTUS MAGNUS: De abundantia exemplorum ad omnem materiam in sermonibus; Ulm, Zainer, zwischen 1478 und 1481 (Hain 484, GW 581).

 

(1ra-79rb) IOHANNES HEROLD (DISCIPULUS): Promptuarium exemplorum (Kaeppeli 2389).

Üb.: Incipit prologus in promptuarium exemplorum Discipuli secundum ordinem alphabeti. Inc.: Utile et expediens est viros predicacionis officio ... Expl.: ... noluit hoc audire. Quere ibidem sermone c. C. Sch.: Promptuarium exemplorum Discipuli explicit.

(79va-85rb) Tabula secundum ordinem alphabeti.

 

(85va-103rb) IOHANNES HEROLD (DISCIPULUS): Promptuarium de miraculis BMV (Druck: Hain 8487; Kaeppeli 2391).

Üb.: Prologus in promptuarium Discipuli de miraculis beate Marie virginis incipit. Inc.: Ad dei omnipotentis laudem cum sepe recitantur ... Expl.: ... devotis intimatum hominibus. Sch.: Explicit opus Discipuli de miraculis beate Marie virginis.

(103va-104rb) Tabula.

 

(104va-105vb) unbeschrieben.

 

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© Beatrix Koll, Februar 2004