Universitätsbibliothek Salzburg

M I 31

MORTILOGIUM SANCTORUM

V.1.H.161 · Papier · 126 Bl. · (216-217) x (148-149) · Salzburg (?), 1. Hälfte 15. Jh.

B: Wasserschäden, besonders fol. 1-2, 40-62. Wasserzeichen: Amboss (fol. 1-2), Waage im Kreis (3-50), 7zackiger Stern (51-126). Lagen: I2 + 9.VI110 + 2.IV126; Falzverstärkungen aus Pergament. Reklamanten. Neue Blattzählung. Spiegel am VD und HD aus Pergament.

S: Schriftraum einspaltig (2 schmale Spalten links neben dem Haupttext), nur von 120v-123v zweispaltig: (148-154) x (96-100) bzw. (84-90), Schriftraum mit Tinte gerahmt; 3r-91v 31-36 Zeilen, 92r-123v 31-33 Zeilen. Bastarda aus der 1. Hälfte des 15. Jh. von 2 Händen: 1) 3r-91v sowie die Monatsbezeichnungen am oberen Blattrand bis 119v. 2) 92r-123v.

A: 3r-91v rote KL-Initialen, Unterstreichungen, Auszeichnungsstriche, Überschriften, Abkürzungen der Feste bzw. Heiligen (auch in Form eines Akrostichon) links neben dem Haupttext. 78r-86v und 91v-98v und 101v-123v nicht rubriziert.

E: Zeitgleicher spätgotischer Einband: Stark beschädigtes, jetzt hellbraunes Leder (zerrissen, Wasserschäden), Streicheisenlinien abgerieben. Leder am Rücken aufgerissen, am Schwanz fehlend. VD und HD gleich: Doppelte Streicheisenlinien bilden äußeres Rahmenfeld und Andreaskreuz. Auf dem oberen Schnitt Titel (15. Jh.) Martirologium scriptum. Am VD 2 ziselierte Schließenbeschläge, am HD 2 Schließen, bei der unteren fehlt die Klampe. R mit 3 Doppelbünden, Bibliotheksschildchen B.Ch.

G: 1r und 2r mit Bleistift alte Signatur V.I.H.161 eingetragen. Der Codex stammt aus der Bibliothek der Bischöfe von Chiemsee. 

L: Vgl. in der Bibliographie zu österreichischen Handschriften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

 

(Spiegel-VD) LECTIONARIUS (Fragm.). Am linken und rechten Blattrand und unten beschnitten (Textverlust). Erhaltene Maße: Ca. 280 x 145. Schriftraum einspaltig, Tintenrahmung und -linierung. 17 Zeilen erhalten. Textualis des 14. Jh. Rote Überschriften und Satzmajuskeln. 2zeilige rote Perllombarde mit grünem Rankenwerk am linken Blattrand abgeschnitten. - Lectiones Pro peccatis ... Pro defunctis.

 

(1r) Titel Mortilogium sanctorum per Circulum anni (15. Jh.) am oberen Blattrand, darunter alte Signatur V.I.H.161.

(1v-2v) unbeschrieben bis auf alte Signatur auf 2r.

 

(3r-119v) MORTILOGIUM (MARTYROLOGIUM) SANCTORUM.

Inc.: KL. Circumcisio Iesu Christi. Item Rome sancti Almachii martiris ...

Einteilung in 12 Monate, Jänner beginnend mit der Circumcisio dni. Zum Teil kurze Abrisse aus den Legenden. Auf Salzburg bezogene Einträge: Im März (21v) zum hl. Rupertus (Item aput Salczburgam civitatem deposicio S. Rudberti episcopi et confessoris), im Juni zur Depositio S. Erentrudis (52v), im September zur Translatio S. Ruperti (77r-77v), im November zur Depositio S. Virgilii (102v).

(120r) unbeschrieben.

(120v-123v) Alphabetisches Heiligenverzeichnis.

(124r-126v) unbeschrieben.

 

(Spiegel-HD) BREVIARIUM (?) (Fragm.). Am oberen und rechten Blattrand beschnitten (Textverlust). Erhaltene Maße: Ca. 140 x (216-218). Schriftraum einspaltig, Tintenrahmung und -linierung. 9 Zeilen erhalten. Textualis des 14. Jh. Rote Überschriften, Satzmajuskeln und eine rote Perllombarde. - Erhalten ist das Versiculum Dulce lignum und die Lesung nach Lukas (Luc. 18,31) Assumpsit dominus Ihesus duodecim discipulos ...

 

 

 

© Universitätsbibliothek Salzburg, November 2013

Handschrift digitalisiert 2017