Universitätsbibliothek Salzburg

M III 32

IOHANNES ANDREAE

V.1.B.33. · Papier · 1 + 241 Bl. · (401-405) x (295-303) · Süddeutschland (?), letztes Viertel 14. Jh.

B: Erstes Blatt aus Pergament. Die letzten drei Bl. sind vom Buchblock gelöst. Wasserzeichen: Ochsenkopf (gewellte Kopflinie) mit einkonturiger Stange und Stern. Lagen: 11* + (VII-1)12 + 11.VI144 + (VII-1)157 + VI169 + III175 + 2.VI199 + VII213 + (VII-1)226 + VI238 + 3241*; Reklamanten. Alte, etwa zeitgleiche Foliierung 1-240, zählt die ersten beiden und das letzte Bl. nicht. Papierspiegel mit Textfragment.

S: Schriftraum zweispaltig, nur 1*ra-1*vd vierspaltig: (295-310) x (207-211), Schriftraum mit Tinte und Stift gerahmt, 60-65 Zeilen. Bastarda aus dem letzten Viertel des 14. Jh. von 3 Händen: 1) 2*ra-2*vb, 172va-175vb, schrieb auch in M III 17 (Nr. 1). 2) 1ra-154vb, 155va-172va, 176ra-240va, ähnlich Hand Nr. 2 in M III 17. 3) 155ra-155rb. Zusatz von 1 etwa zeitgleichen Hand 2*ra. Eine weitere Hand schrieb die Rubriken 1*r-1*v; auch die Rubriken in M III 13 und M III 17 stammen von dieser Hand.

A: Rote Auszeichnungsstriche, Paragraphen, Unterstreichungen, Überschriften, 2-3zeilige (Perl-)Lombarden. 1ra Deckfarbeninitiale I über 13 Zeilen (siehe Abb.): Buchstabenkörper blau, mit rotem Flechtband umflochten, Hintergrund aus poliertem Gold, Rahmen in Blau, Weiß und Schwarz. 1ra Deckfarbeninitiale N über 5 Zeilen (siehe Abb.): Buchstabenkörper rot mit Blattornamenten (Konturen schwarz), eingeschrieben in ein schwarzes Quadrat mit Weißmalerei.

E: Spätgotischer schmuckloser Einband (15. Jh.): Braunes Leder (abgestoßen und zerrissen) über Holz. Auf VD und HD fehlen je 2 von 5 Buckeln, je 4 Eckbeschläge erhalten. Auf dem VD ist mit Tinte der Titel vermerkt; auf dem VD 2 von 4 Schließenbeschlägen erhalten, am HD alle Schließenbänder abgerissen. Auf VD und HD jeweils der Buchstabe P aufgemalt. R mit 4 Doppelbünden; am Schwanz altes Signaturenschildchen der Chiemseer Bibliothek 168. Oberer Schnitt mit Titel. Die Einbandgestaltung stimmt weitestgehend mit der von M III 13 und M III 17 überein.

G: Die Handschrift stammt aus der Bibliothek der Bischöfe von Chiemsee (siehe Signaturenschildchen auf dem R). Alte Signatur auf dem Spiegel des VD und auf 1*r V.1.B.33. Der dazu gehörende zweite Band befindet sich unter der Signatur M III 13 in der Handschriftensammlung, der dritte in M III 17.

L: Hans Tietze, Die illuminierten Handschriften in Salzburg (Beschreibendes Verzeichnis der illuminierten Handschriften in Österreich 2 = Publikationen des Institutes für Österreichische Geschichtsforschung). Leipzig 1905, 58 Nr. 52.

 

 

(Spiegel-VD/HD) JURISTISCHER KOMMENTAR, Fragm. (vgl. M III 13)

Papier. - Schriftraum 312 x 130, 86 bzw. 89 Zeilen. Gotische Minuskel des 14. Jh. mit kursiven Elementen. - Die beiden Blätter stammen aus der selben Handschrift wie die Spiegelblätter von M III 13.

 

(1*ra-1*vd) Rubriken zur Novella in primum librum decretalium.

 

(2*ra) QUAESTIO DE IURE CANONICO.

Inc.: Queritur utrum ius canonicum a lege et ewangelio statutum sit subiectum et arguitur primo quod non ... Expl.: ... sed secundo modo hic subiectum et est eternum.

 

(2*rb-2*vb) DE SUBIECTO ET SCIENTIA.

Inc.: Nota quod subiectum capitur octo modis scilicet quattuor modis prout est ... Expl.: ... secundo mechanice antecedens patet ex dictis.

 

(1ra-240va) IOHANNES ANDREAE: Novella in primum librum decretalium.

Prolog-Inc.: Ieronimus hortatur in prologo libri Regum unumquemque in dei tabernaculo offerre ... (1ra) Novella glosarum conpilacio, genitricis et genite ...  (1vb) Gregorius. Ut nichil remaneat decise non positum ... Expl.: ... quod ipsorum mutua visio sit in patria. Amen. Sch.: Et sic est finis primi libri novelle domini Ioannis Andree. Anno domini m°ccc° etc. Et sic est finis primi libri novelle etc.

Der zweite Teil befindet sich in M III 13, der dritte in M III 17.

(240vb-241*vb) unbeschrieben.

 

 

 

Abbildungen:


 

MIII32(1).jpg (332691 Byte)

1ra

MIII32(2).jpg (111535 Byte)

1ra

 

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© Universitätsbibliothek Salzburg, Februar 2003