Universitätsbibliothek Salzburg

M II 318

NICOLAUS DE LYRA

V.4.F.124 · Papier · 184 Bl. · (283-286) x 210 · Bayern/Salzburg (?), 3. Viertel 14. Jh.

B: Buchblock durch Anobienfraß z.T. beschädigt, die letzten Blätter gelockert. Wasserzeichen: Turm, Pfeil und Bogen. Lagen: IV8 + 2.VI32 + III38 + 2.VI62 + (IV-1)69 + VI81+ III87 + VI99+ (VI-1)110 + (VIII-2)124+ 5.VI184 ; Reklamanten. Kustoden I-XVII zu Lagenbeginn am oberen Blattrand. Alte Folierung (15. Jh., römische und arabische Ziffern wechseln) 1-clxxvii, fehlerhaft: Zählung springt von 110 auf 112.

S: Schriftraum zweispaltig: (210-215) x (142-145), Schriftraum mit Tinte gerahmt. 40-43 Zeilen auf Tintenlinierung. Punktorium. Buchkursive mit sehr regelmäßigem Duktus aus dem 3. Viertel des 14. Jh. von 1 Hand.

A: Rote Überschriften, Unterstreichungen, Paragraphenzeichen, Kapitelangaben am oberen Blattrand, 4-7zeilige (Perl-)Lombarden, z.T. mit weißen Aussparungen und/oder Fleuronnée. 9ra 14zeilige rote Initiale E mit weißen Aussparungen und Fleuronnée als Besatzornamente. 9r am unteren Blattrand Wappenstempel des Chiemseer Bischofs Bernhard von Kraiburg.

E: Spätgotischer Einband (15. Jh.): Hellbraunes (ursprünglich weißes?) Leder (abgestoßen, durch Anobienfraß beschädigt, Riss auf dem VD genäht) über Holz mit Streicheisenverzierung. VD und HD gleich: Doppelte Streicheisenlinien bilden Rahmen und Andreaskreuz. Am VD fehlt 1 Schließenbeschlag samt Schließenband, am HD 1 Schließenbeschlag erhalten. Auf dem VD ist mit Tinte der Titel Lira super epistolas Pauli vermerkt. R mit 3 Doppelbünden, am Kopf defektes Papierschildchen mit Titel, in der Mitte Bibliotheksaufkleber der Chiemseer Bibliothek, darunter alte Signatur 70. Schnitt mit rotem Rautenmuster und Blumen verziert.

G: Kaufvermerk 9r am oberen Blattrand aus 1373: Emi hunc librum anno domini m° ccc° 73 in quadragesima pro denariis Wienne(nsibus) sol. xvii. Die Handschrift stammt aus dem Besitz von Bernhard von Kraiburg (1467-1477 B von Chiemsee), vgl. 9r am unteren Blattrand dessen Wappenstempel.

L: Vgl. in der Bibliographie zu österreichischen Handschriften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

 

(Spiegel-VD/-HD) Ursprünglich waren Pergamenturkunden mit Salzburg betreffendem Inhalt aufgeklebt, die abgelöst wurden. Ihr Standort ist derzeit unbekannt.

 

(1ra) Inhaltsverzeichnis in Buchkursive des späten 14. Jh.

(1rb) Alte Signatur V.4.F.124.

(1va-8vb) unbeschrieben.

 

(9ra-179ra) NICOLAUS DE LYRA: Postilla litteralis in epistolas s. Pauli (Stegmüller 5902-5915).

Kaufvermerk am oberen Blattrand (siehe Sigle G). Üb.: Nicolaus de Lira super epistolas Pauli. Incipit postilla fratris Nicolai de Lyra de ordine fratrum minorum sacre theologie venerabilis doctoris super epistolas Pauli apostoli.

(9ra-37ra) Römerbrief. (37rb-38vb) unbeschrieben. (39ra-68vb) 1. Korintherbrief. (69ra-69vb) unbeschrieben. (70ra-87rb) 2. Korintherbrief. (87va-87vb) unbeschrieben. (88ra-95va) Galaterbrief. (95vb-96vb) unbeschrieben. (97ra-103vb) Epheserbrief. (104ra-104vb) unbeschrieben. (105ra-109vb) Philipperbrief. (110ra-110vb) unbeschrieben. (111ra-115rb) Kolosserbrief. (115va-116vb) unbeschrieben. (117ra-121ra) 1. Thessalonikerbrief. (121rb-121vb) unbeschrieben. (122ra-123vb) 2. Thessalonikerbrief. (124ra-124vb) unbeschrieben. (125ra-132ra) 1. Timotheusbrief. (132rb-132vb) unbeschrieben. (133ra-136vb) 2. Timotheusbrief. (137ra-137vb) unbeschrieben. (138ra-140rb) Titusbrief. (140va-141rb) unbeschrieben. (141va-142rb) Philemonbrief. (142va-142vb) unbeschrieben. (143ra-179ra) Hebräerbrief. Sch.: Explicit postilla fratris Nicolay de Lyra super epistolas Pauli et cetera.

(179rb-184vb) unbeschrieben.

 

 

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© Beatrix Koll, März 2004