Universitätsbibliothek Salzburg, Sondersammlungen
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Heiligendarstellungen des 15. Jh. |
Die hier gezeigten Graphiken sind Einblattdrucke des 15. Jh., die auf leere Buchseiten geklebt oder als Einbandmaterial verwendet wurden. Die Graphiken mit der Signatur G I 17, G I 19 und G I 20 befinden sich noch in situ, alle anderen wurden bereits im 19. Jh. von ihrem Trägercodex abgelöst. Leider sind dadurch wichtige Informationen über Provenienz und Datierung verloren gegangen. |
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G I 20 |
G I 20: St. Andreas. Kolorierter Holzschnitt, um 1460-1470. Das Blatt befindet sich auf der Innenseite des Vorderdeckels der Handschrift M I 283, einem Rituale, geschrieben von Laurentius Hauser in St. Peter/Salzburg. Möglicherweise eine Salzburger Arbeit unter Einfluss der Ulmer Schule des Meisters Ludwig. Literatur: W.L. Schreiber: Handbuch der Holz- und Metallschnitte des XV. Jahrhunderts. Bd. III, Nr.1188a.
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G II 173: Stammbaum Christi. Holzschnitt, um 1490, Fragment. Aus einem Einband abgelöst. Im Vordergrund Jesse schlafend auf dem Thron, aus seiner Brust wachsen zwei Zweige. Dazwischen bildliche Darstellung der Nachkommen. Lit.: Schreiber Bd. VIII, Nr. 1781x. |
G II 173 |
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G I 19: St. Georg. Kolorierter Holzschnitt, Mitte 15. Jh. Dieses Blatt wurde auf die letzte (unbedruckte) Seite des Wiegendruckes "Regula S. Benedicti" (Venedig, 1489/90; Hain 2772; Signatur W I 55) geklebt. Mit zwei handschriftlichen Texten des 15. Jh. zusammen gebunden, gelangte dieser Codex aus der erzbischöflichen Hofbibliothek an die UB Salzburg. Lit.: Schreiber Bd. III, Nr. 1440b. |
G I 19 |
G I 17 |
G I 17: St. Jacobus der Jüngere. Kolorierter Holzschnitt, Mitte 15. Jh. Gemeinsam mit dem Holzschnitt G I 19 (s.o.) befindet sich diese Darstellung des hl. Jacobus in einem Sammelcodex aus der erzbischöflichen Hofbibliothek. Ein zweites Exemplar dieses Holzschnittabdruckes befindet sich in der Bibliothèque Nationale in Paris. Lit.: Schreiber Bd. III, Nr. 1507. |
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G II 3 |
G II 3: St. Anna. Kolorierter Schrotschnitt, 15. Jh. Abgelöst aus dem Wiegendruck mit der Signatur W II 80 (Boethius: Opera. Venedig, 1491/92) aus der erzbischöflichen Hofbibliothek. Die Inkunabel war 1494 im Besitz von Franz Hofner aus Mergenthein, Student der Theologie in Mainz. Ein weiteres Exemplar dieses Schrotschnittes befindet sich in der Stadtbücherei Erfurt. Lit.: Schreiber Bd. V, 2527a. |
G II 171: St. Bernhard von Menthon. Holzschnitt, um 1470, möglicherweise italienische Provenienz. Der Abdruck stammt vielleicht aus dem frühen 16. Jh. und scheint in Straßburg entstanden zu sein. Abgebildet ist der hl. Bernhard von Menthon, der den Teufel an der Kette hält. Über dem Teufel ein Spruchband mit der Inschrift "Jupiter", welche Bezug nimmt auf den Mons Jovis, den Großen St. Bernhard, auf dem der Heilige das Hospital gegründet hat. Lit.: Schreiber Bd. VIII, Nr. 1277m. |
G II 171 |
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G I 6: "Meister mit dem Maschenhintergrund": St. Nicolaus - St. Birgitta - St. Petrus et Paulus. Kolorierte Metallschnitte, Ende 15. Jh. |
G I 6 |
Drei einzelne Blätter aneinander geklebt: Links der hl. Nicolaus, in der Mitte die hl. Birgitta von Schweden, rechts die hll. Petrus und Paulus. Lit.: Schreiber Bd. VIII, Nr. 2714f, 2568m und 2720i |
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Beatrix Koll, Jänner 2006