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Universitätsbibliothek Salzburg - Abteilung für Sondersammlungen

 

Das Buch des Monats der Universitätsbibliothek Salzburg


November 2013: Jan Jonston: Historiae naturalis de Avibus libri VI. Frankfurt, 1650.

  

Gans

Beschreibung: Abbildungen:

Der Privatgelehrte Jan Jonston (* 1603) ist der Verfasser einer Naturgeschichte der Tiere, die bis zum Erscheinen von Linnés "Systematik der Tiere" das meistgelesene Handbuch der Tierkunde war. In fünf Einzelbänden fasst er kompilatorisch das damals vorhandene zoologische Wissen zusammen, stets bedacht darauf, die Materie pädagogisch so aufzubereiten, dass sie für eine breite Schicht an Wissbegierigen verständlich ist. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch eine Vielzahl an hervorragenden Kupferstichen aus der berühmten Werkstatt des Matthäus Merian.

Der hier vorgestellte Band behandelt Vögel, beginnend mit den Raubvögeln. Auch exotische Federtiere und Fledermäuse werden beschrieben und in Kupferstichen portraitiert. Den Abschluss bilden vogelartige Wesen aus dem Bereich der Sagen und Legenden: Der Pelikan, der mit seinem Blut die Jungen ernährt (Christussymbol), Phönix, Harpyie und Greif. Zu diesen bemerkt Jonston zwar, dass sie Fabelwesen sind, beschreibt sie aber nichtsdestotrotz mit Genuss: Der Greif baue ein Nest aus purem Gold, sein Rücken sei hinten schwarz, vorne rot und er besitze weiße Flügel.

 

Signatur: R 77.342 II. Vorbesitzer: Erzbischöfliche Hofbibliothek.

Titelblatt

Adler

Eulen

Strauß, Kranich

Hühner

Fabelwesen

     

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Beatrix Koll, November 2013