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Universitätsbibliothek Salzburg - Abteilung für Sondersammlungen

 

Das Buch des Monats der Universitätsbibliothek Salzburg


Oktober 2013: Das Nibelungenlied (Hundeshagenscher Codex). Handschrift, Augsburg, zw. 1436 und 1442 (Faksimile)

  

Der Saalbrand

Beschreibung: Abbildungen:

 

Das Nibelungenlied ist um 1200 von einem unbekannten Dichter verfasst worden, der einen bereits lange bekannten Erzählstoff bearbeitete. Die "Urfassung" ist heute nicht mehr zu rekonstruieren, verschiedene Versionen werden in 11 mehr oder weniger vollständigen Handschriften überliefert. Die hier vorgestellte Fassung wird als Handschrift b bezeichnet und ist im Hundeshagenschen Codex (heute in der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz) enthalten. Diese Handschrift enthält als einzige der Nibelungen-Manuskripte einen umfangreichen Bildzyklus. Der Codex ist vermutlich in Augsburg zwischen 1436 und 1442 geschrieben und mit kolorierten Federzeichnungen bebildert worden.

37 von (vermutlich) 39 Illustrationen sind erhalten, die sich meist an der Schnittstelle zwischen zwei aventiuren befinden. Nicht immer stimmen allerdings Text und Bild überein: Eine der berühmtesten Szenen - Siegfrieds Ermordung - beschreibt die Mordwaffe als ger (Speer), die Federzeichnung jedoch zeigt Hagen mit Pfeil und Bogen.

Das Faksimile erschien 2012 im Faksimile Verlag (Gütersloh/München).

 

 

 Neuankauf 2013.

Siegfried und Kriemhild

begrüßen sich

Ein Bote überbringt

die Einladung nach Worms

Siegfrieds Ermordung

Der Nibelungenschatz wird

zu Kriemhild gebracht

Kriemhild bezirzt Etzel,

ihre Verwandten einzuladen

Kriemhild mit dem Haupt Gunthers

   
     

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Beatrix Koll, Oktober 2013