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Universitätsbibliothek Salzburg - Abteilung für Sondersammlungen

 

Das Buch des Monats der Universitätsbibliothek Salzburg


Juni 2011: Gaston Phoebus: Das Buch der Jagd. Paris, Anfang 15. Jh. (Faksimile 2005).

  

Auf der Pirsch

Beschreibung: Abbildungen:

In den Jahren 1387–1389 verfaßte Gaston Phoebus sein Livre de chasse, das Buch der Jagd. Den Beinamen "Phoebus" (griech. "leuchtend", Beiname des Apoll) verdankt Gaston seiner goldblonden Haarpracht. Er war Graf von Foix und Vicomte von Béarn, selbst ein begeisterter Jäger und verstarb - nach einer anstrengenden Bärenhatz.

Der Autor schildert in seinem "Livre de chasse" nicht nur die verschiedenen Formen der Jagd, sondern beschreibt die - jagdbaren - Tiergattungen so genau, dass man noch im 19. Jh. sein Werk als Lehrbuch der Naturgeschichte verwendete. Gaston beginnt sein Buch mit den 14 Tieren, die mit Hilfe von Hunden gejagt werden, anschließend widmet er sich den Jagdhunden und ihrer Pflege. Umfangreich sind die Kapitel über das Aufspüren des Wildes und über die verschiedenen Arten des Hetzens.

Das Jagdbuch war von Anfang an ausgesprochen erfolgreich: Neben zahlreichen unbebilderten Manuskripten entstanden vier Bilderhandschriften mit prachtvollem Buchschmuck. Zwei davon entstanden noch zu Lebzeiten des Grafen von Foix, die beiden anderen ca. 15-20 Jahre nach seinem Tod. Das hier vorgestellte Faksimile ist ein Nachdruck des Codex M. 1044, der heute in der Pierpont Morgan Library in New York verwahrt wird.

 

 

Signatur: R 328.924 III.

Der Fürst als Jagdherr im Kreis seiner Jäger

Wildschweine

Fuchs, du hast die Gans gestohlen ...

Pflege der Jagdhunde

"Picknick" im Freien als Vorspiel zur Jagd

Luchsjagd

     

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Beatrix Koll, Juni 2011