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Universitätsbibliothek Salzburg - Abteilung für Sondersammlungen

 

Das Buch des Monats der Universitätsbibliothek Salzburg


April 2012: Hieronymus Bock: Kreuter Bůch. Straßburg, 1551

  

Frühlingsbote Veilchen

Beschreibung: Abbildungen:

In der Renaissance erkannte man, welche Schönheit von den Pflanzen ausging; das Interesse an Pflanzenabbildungen nahm zu, wohl auch aufgrund des Willens, die Dinge der Natur zu ergründen. Nach 1530 entstanden Kräuterbücher, die zu den schönsten naturkundlichen Werken überhaupt gehören. Die Beobachtung der Natur und die Empirie lösten das alte scholastische Denken ab, in der Illustration der Herbarien löste das naturalistische das allegorische Abbild ab. Neben Leonhard Fuchs und Otto Brunfels zählt der deutsche Arzt Hieronymus Bock (1498-1554) zu den „Vätern der Botanik“, der auf ausgedehnten Reisen die Pflanzenwelt Mitteleuropas erforschte. Sein erstmals 1539 erschienenes Kräuterbuch wurde zu einem großen Erfolg, nicht zuletzt wegen der hervorragenden Pflanzendarstellungen des Illustrators David Kandel. 550 Holzschnitte trug er zu Bocks Meisterwerk bei, in diesen vereinte er hohe Zeichenkunst, naturwissenschaftliche Beobachtungsgabe und die Kenntnis antiker Schriften. So zeigte er z.B. bei der Beschreibung der Buche nicht nur die naturalistische Darstellung des Baumes mit einem Eichhörnchen, das den Stamm empor klettert, sondern auch eine Hirtenszene aus Vergils Bucolica.

 

Signatur: R 330.584 II.

Neuankauf 2011.

Bildnis von Hieronymus Bock

im Alter von 46 Jahren

Hasenpfötchen

(Gnaphalium dioicum)

 

"Erdnuss" = Knollen-Platterbse

Melonen

Die schlimme Wirkung

grüner Feigen ...

Buche mit Eichhörnchen und

Szene aus Vergils Bucolica

     

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Beatrix Koll, April 2012