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Universitätsbibliothek Salzburg - Abteilung für Sondersammlungen

 

Das Buch des Monats der Universitätsbibliothek Salzburg


Februar 2015: Georg Neumark: Der Neu-Sprossende Teutsche Palmbaum. Nürnberg, 1669

  

Motto "Alles zu nutzen"

Beschreibung: Abbildungen:

Am 24. August 1617 wurde auf Schloss Hornburg (später Wilhemsburg) bei Weimar die "Fruchtbringende Gesellschaft" gegründet, deren Ziel u.a. die Reinhaltung der deutschen Sprache war. Vorbild waren die seit dem 15. Jahrhundert im Ausland existierenden Sprachakademien, insbesondere die Accademia della Crusca in Florenz. Die deutsche Sprache sollte von "fremd-drückenden Sprachjochen" befreit werden. Als Sinnbild wählte die Gesellschaft eine Palme, weswegen sie auch "Palmorden" genannt wurde; jedes neue Mitglied erhielt beim Eintritt einen Gesellschaftsnamen und eine Pflanze als Sinnbild - so hieß zum Beispiel Balthasar von Schrattenbach "Der Versichernde", seine Symbolpflanze war der Geißbart.

Das vorliegende Buch verzeichnet die Namen der Mitglieder bis zum Jahr 1668; in den Listen sind sämtliche Beinamen aufgezählt, darunter auch bisweilen etwas seltsam klingende wie: Der Schuppige, Der Abstehende, Der Windende oder Der Verkriechende.

 

 

Signatur: R 74652 I; Herkunft: Fürstpropstei Berchtesgaden.

Die Palme als Symbol

der "Fruchtbringenden Gesellschaft"

Kaiser Leopold I.,

Förderer der dt. Sprache

Pflanzensymbole der Mitglieder

"Keines ohn das ander!"

"Der Schmackhafte" = Herzog Wilhelm IV.

von Sachsen-Weimar

Genealogie des Mitbegründers Wilhelm IV.

     

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Beatrix Koll, Februar 2015